hwk-artikel-klimaschutzprogramm-2019-12-13

Das Bundeskabinett hat das neue Klimaschutzprogramm verabschiedet, was teilweise zu Unsicherheiten führt. Eine Modernisierung Ihrer Heizungsanalge noch in diesem Jahr ist aber weiterhin sinnvoll, denn sonst entgehen Ihnen aktuelle Vorteile und Einsparmöglichkeiten. Wir fassen für Sie die Sachlage kurz zusammen. Weiterhin informieren wir Sie hier zukünftig über verschiedene Informationswege und über die Konkretisierung der Maßnahmen zum Klimaschutzprogramm 2030 sowie neue Fördermöglichkeiten.

Fakten – was Sie jetzt wissen müssen:
  • Die aktuellen Fördermöglichkeiten sind weiterhin gültig und sehr attraktiv. Auch der Austausch von Brennwertgeräten selbst ohne erneuerbare Energien wird aktuell noch gefördert.
  • Wer in 2019 noch eine genehmigte Förderung für den Einbau einer Ölheizung erhält, kann die Modernisierung nach aktuellem Stand noch in 2020/2021 umsetzen.
  • Im Raum steht ein Verbot von Ölheizungen ohne regenerative Systemkomponenten ab 2026. In Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, wird der Einbau nicht mehr gestattet sein – Öl-Hybridsysteme, d. h. in Kombination mit regenerativen Energien, sind aber auch nach 2026 weiterhin einsetzbar.
  • Die Energiepreise auf Basis der CO2-Besteuerung ändern sich kurzfristig nicht gravierend: Durch die geplante CO2-Bepreisung wird der Öl- und Gaspreis in 2021 um 2 bis 3 Cent und bis 2025 um 7 bis 10 Cent teurer. Gleichzeitig wird Strom lediglich um ca. 1 Cent entlastet.
Für Sie bedeutet das:
  • Sie haben bei einem Kesselaustausch kaum Nachteile! Der Einbau von Öl-Brennwertkesseln ist vor allem noch im Jahr 2019 sinnvoll, damit Sie von den staatlichen Fördergeldern sicher profitieren können.
  • Energiepreisänderungen werden mittelfristig keinen gravierenden Einfluss auf die Betriebskosten haben. Das Betriebskostenverhältnis zwischen z. B. Öl- und Gassystemen im Vergleich zu Wärmepumpen wird sich durch die CO2-Bepreisung nicht wesentlich ändern.
    Auch in Bezug auf die Investitionskosten und Betriebskosten lohnt sich also eine Modernisierung noch in diesem Jahr.
  • Klimatechnisch betrachtet, ist eine Modernisierung mit einem modernen Öl- oder Gas-Brennwertsystem immer ein Gewinn, und zwar ein Sofortgewinn, denn die CO2-Einsparungen gegenüber der Altanlage können bis zu 30 % betragen und in Verbindung mit regenerativen Systemlösungen sogar bis zu 50 %.
  • In Zukunft werden energieeffiziente Heizsysteme mit erneuerbaren Energien an Bedeutung gewinnen – vor allem Wärmepumpen für den Neubaubereich und Hybrid-Systemlösungen von Öl-/Gas-Brennwertkesseln mit regenerativer Erweiterung für Bestandsanlagen. Die Förderhöhe wird aus heutiger Sicht abgestuft nach dem Anteil der erneuerbaren Energien, d. h., die im Beschluss aufgeführte 40-%-Förderung wird voraussichtlich nur für die höchste Stufe und damit teuerste Lösung gelten. Für einen Großteil der Modernisierungen ist damit die heutige Förderung wahrscheinlich vergleichbar hoch.
Wir unterstützen Sie gerne mit einem umfangreichen Service bei der Beantragung von Fördermitteln und Rückfragen zum Klimaschutzprogramm!
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Quelle: Buderus
Bildnachweis: unsplash.com, „bonfire“ by june o